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Oratorium „Elias“

16. September 17:00

Am Sonntag, den 16. September ist um 17 Uhr in der Großen Kirche in Leer eines der größten Chorwerke des 19. Jahrhunderts zu hören. Der Schulchor des Ubbo-Emmius-Gymnasiums Leer und die Kantorei Leer, das Kourion Orchester Münster sowie die Solisten Helen Rohrbach, Christa Diwiak, Peter Schmitz und Torsten Gödde führen unter der Leitung von Christian Meyer das Oratorium „Elias“ von Felix Mendelssohn Bartholdy auf.

Felix Mendelssohn Bartholdy begeisterte sich für den leidenschaftlichen und streitbaren Propheten des Alten Testaments.  In der Geschichte des Propheten Elias steckt viel Dramatik – vom grausamen Fluch des Elias über die wundersame Heilung eines Knaben bis zu einer Gotteserscheinung und Elias‘ Himmelfahrt. Mendelssohn vertonte den Stoff zwar als Oratorium, also nichtszenisch und angelehnt an die großen Vorbilder Bach und Händel, aber seine musikalische Gestaltung trägt stellenweise opernhaft-dramatische Züge. Er veränderte die biblische Textvorlage zu Gunsten szenischer Dramatik, schuf innermusikalische Bezüge durch Motive, die immer wieder auftauchen und zeigt sich als Meister musikalischer Klangfarben und Stimmungen. So wurde Mendelssohns zweites Oratorium später manchmal als seine „Ersatzoper“ bezeichnet.

Neben den wunderbar lyrischen Arien der Solisten fasziniert im „Elias“ die Vielfalt der Funktionen und Formen der Chorsätze. Der Chor ist Hauptträger der Handlung und nimmt verschiedene Rollen ein: das Volk Israel als Anhänger Jahwes, die Gegenseite der Baalspriester, die Engel. Auch gibt es einige „anonyme“ Chöre, die keine Personengruppe darstellen, sondern reflektieren und das Geschehen in einen größeren Zusammenhang stellen. Mendelssohn reizte alle kompositorischen Mittel aus und entwarf Chorszenen mit packender dramatischer Wirkung.

Details

Datum:
16. September
Zeit:
17:00

…alle Angaben ohne Gewähr…